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Kaufberatung – Der richtige Fahrradhelm für dich

Menschen fahren längst nicht mehr nur noch Fahrrad, weil sie es müssen. Ganz im Gegenteil, das umweltfreundliche Zweirad wird immer beliebter. Vor allen in deutschen Innenstädten kommt man so besonders schnell ans Ziel. Außerdem wird nicht nur die Umwelt wird geschont, wir tun auch etwas für unseren eigenen Körper. Um diesen während der Fahrt optimal zu schützen, sollte man allerdings immer einen Fahrradhelm tragen.

Im ersten Teil des Artikels erfahren Sie, warum man unbedingt einen Sturzhelm tragen sollte. Im zweiten Teil lernen Sie die unterschiedlichen Fahrradhelm-Typen kennen und können im Anschluss entscheiden welcher Helm besonders gut zu ihren Bedürfnissen passt.

Es verunglücken jährlich 74.000 Radfahrer!

Denn: Radfahren ist nicht ganz ungefährlich. Schließlich sind Radfahrer, neben den Fußgängern, im Straßenverkehr am meisten gefährdet. So sind 2012 mehr als 74 000 Radfahrer auf deutschen Straßen verunglückt. Davon sind 406 Personen getötet worden. Zahlreiche weitere Fahrradfahrer werden ihr ganzes Leben lang an den Folgen des Verkehrsunfalls leiden (Quelle: Statistisches Bundesamt – Unfallentwicklung auf deutschen Strassen 2012).

Die Zahl der Verkehrsunfälle nimmt kontinuierlich zu, da immer mehr Personen am Straßenverkehr teilnehmen. Dagegen sinkt die Zahl der Verkehrstoten glücklicherweise jedes Jahr weiter. Dies ist nur möglich, da immer bessere Schutzmaßnahmen für die Verkehrsteilnehmer getroffen werden. Ein Radfahrer hat leider keine Airbags, Sicherheitsgurte oder Knautschzonen. Er ist selbst dafür verantwortlich, sich und seinen Körper zu schützen. Auch ohne Eigenverschulden passieren sehr schnell Unfälle. Hier hilft dann im schlimmsten Fall nur noch der Fahrradhelm.

Fahrradhelm Unfall Unverschuldet
Ein Fahrradhelm schützt bei Unfällen, auch bei den Unverschuldeten.

Der Deutsche ist ein Fahrradhelm-Muffel

Hierzulande trägt nur jeder 7. einen Fahrradhelm, obwohl dieser die einzige Möglichkeit ist, seinen Kopf während eines Unfalls zu schützen. Doch die Quote steigt, vor allem bei den Kindern. Von den 6-10 Jährigen tragen mittlerweile über 75% einen Kopfschutz. Die Eltern haben die Gefahren also scheinbar erkannt.

Die Quote bei den Erwachsenen liegt allerdings aktuell nur zwischen 6 und 7 Prozent. Warum tragen sie also selbst keinen Helm, obwohl sie sich der Gefahren bewusst sind? Eigentlich nur aus Eitelkeit. Sie möchten nicht verschwitzt und mit zerdrückter Frisur bei der Arbeit auftauchen. Auch sieht ein Helm angeblich so klobig und hässlich aus.

Wer was im Kopf hat, der schützt ihn auch!

Dabei kann man heutzutage zwei der drei Argumente völlig außer Kraft setzen. Moderne Fahrradhelme sind absolut nicht mehr mit denen von früher zu vergleichen. Neben der verbesserten Schutzleistung hat sich vor allem die Belüftung deutlich verbessert.

Auch der Style der Fahrradhelme hat sich deutlich verbessert. Einige gelten in bestimmten Szenen schon als Modeaccessoires und lassen sich teilweise sogar individualisieren. Der Hersteller Nutcase beispielsweise hat seinen Kopfschutz Nutcase Gen3 in 33 verschiedenen Farben und Mustern auf den Markt gebracht. Diese sind teilweise lustig, wie beispielsweise der Style „Watermelon“ oder besonders für Mädchen geeignet, wie „Lotsa Love“ oder „Daisy Pink“. Aber auch andere Hersteller wie beispielsweise Abus, POC oder Profex haben sehr stylische und seriöse Helme im Angebot.

Finde den richtigen Helmtyp für Dich!

Also warten Sie nicht länger und kaufen sie sich den passenden Fahrradhelm! Je nachdem wie sie ihr Fahrrad nutzen, gibt es unterschiedliche Anforderungen an die Schutzbekleidung. Personen die nur mit dem Rad zur Arbeit fahren oder selten auch mal eine längere Radtour machen, greifen am besten zu einen Freizeit- und Cityhelm. Alle die häufiger mit dem Rad unterwegs sind und etwas mehr Geld investieren können, sind mit einem Mountainbike-Helm besser bedient. Rennrad-, BMX-, Dirt- und Downhill-Helme sind eigentlich nur für Sportler geeignet, die diese Sportarten auch ausüben. Dabei gilt zu beachten, dass die Grenzen zwischen den Helmtypen fließend sind. Einige Fahrradhelme können also auch in mehrere Kategorien eingeteilt werden.

Freizeit- und Cityhelme

Freizeithelme sind der richtige Helmtyp für alle Pendler und Radfahrer die kein sportliches Ziel verfolgen. Sie sind relativ robust gebaut, bieten einen ausreichenden Schutz, sind aber auch etwas schwerer als andere Fahrradhelme. Aufgrund ihres guten Preis-Leistungsverhältnisses sind sie der optimale Helmtyp für den Otto Normal Fahrradfahrer. Cityhelme sind häufig mit Reflektoren und manchmal sogar mit integrierten LED Lampen ausgestattet, um die Sichtbarkeit für den restlichen Verkehr zu erhöhen. Die Belüftung bei einem Freizeit-Fahrradhelm ist für kurze Strecken ausreichend. Wenn sie etwas mehr Geld investieren können und wollten raten wir allerdings zu einem Mountainbike Helm.

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Mountainbike Helme

Sie sind meist hochwertiger verarbeitet als die Verwandten Freizeithelme. Durch bessere Materialien sind sie um einiges leichter, aber trotzdem genauso robust. Mountainbike-Helme zeichnen sich vor allem durch eine besonders gute Lüftung aus, damit man auch bei längeren Radtouren nicht ins schwitzen kommt. Damit einher geht natürlich auch ein höherer Tragekomfort. Da Mountainbike-Fahrer eher selten in Städten und vielmehr auf Rad- und Feldwegen oder im Gelände unterwegs sind, wird häufig auf zusätzliche Reflektoren verzichtet. Dafür haben sie meistens ein Visier, dass den Helmträger vor Witterungsverhältnissen, wie Sonneneinstrahlung, Regen und Schnee schützt. Durch unterschiedliche Designs kann jeder Geschmack bedient werden. Wenn sie häufig lange Radtouren machen oder sportlich unterwegs sind, ist dies die richtige Kopfbedeckung für sie.

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BMX- oder Dirt-Helme

BMX-Helme müssen den Kopf optimal schützen und dabei mehr einstecken als alle anderen Hauben. Aktive BMX Fahrer wissen, dass nicht jeder Trick gelingt und der Helm einiges abfangen muss. Deshalb ist die aus Hartplastik bestehende Oberschale besonders robust und die innere Styroporschicht besonders dick. Der Nackenbereich dieses Helmtyps ist länger und er sitzt besonders eng am Kopf. Die Belüftung spielt bei Dirthelmen eine untergeordnete Rolle. Sie sollten diese Sportart niemals ohne passenden Fahrradhelm ausüben! Andere Helmtypen bieten dafür keinen ausreichenden Schutz.

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Rennradhelme

Rennradhelme haben die bestmögliche Belüftung, ein sehr geringes Gewicht und die beste Aerodynamik aller Fahrradhelm-Typen. Auch der Tragekomfort ist durch verschiedene Polstersysteme bedeutend höher als bei anderen Helmen. Diese Helme sind etwas weniger robust als die anderen Typen, erfüllen aber in jedem Fall trotzdem alle Prüfnormen in Deutschland. Aufgrund der Leichtbauweise sind diese Helme jedoch etwas teurer. Optimal ist dieser Fahrradhelm, wer hätte es gedacht, für Rennradfahrer. Aber auch andere Radfahrer die häufig lange Radtouren machen können hier bedenkenlos zugreifen.

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Downhill- Fahrradhelm

Normale Helme reichen Aufgrund der Schnelligkeit und dem unvorhersehbaren Gelände nicht für den Downhill Bereich. In dieser Sportart müssen die Hauben maximalsten Schutz bieten. Deshalb sind Downhill Helme meistens Integral-Helme, das bedeutet sie umschließen den Kopf vollständig damit Seiten und Kinnbereich geschützt sind. Lüftung und Gewicht spielen hierbei fast überhaupt keine Rolle. Der Innenbereich ist besonders gut gepolstert.

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